Die Hafengeschichte

Als die Familie Harms 1960 zum Dümmer kam, gab es keine Hafenanlage. Die Schiffe lagen zu beiden Seiten eines hölzernen Quersteges, der etwa in der Mitte des Längssteges Richtung Lohne lag. Zur anderen Stegseite war sehr viel Schilf. Der Weg zum Steg war meist naß, vor allem im Gebiet des heutigen Tores. EsDas alte Hafentor gab damals an dieser Stelle nur eine kleine Tür. Auch die Landzunge, auf der heute die Kleinboote lagern, entstand erst sehr viel später durch Aufschüttung des beim Hafenbau ausgebaggerten Materials. 1963 wurde der erste Hafen auf Initiative von Herbert Rodekamp gebaut. Damals finanzierten 14 Anlieger 16 Liegeplätze. Dieser Plätze waren später nicht mehr ausreichend, da die Siedlung sich sehr vergrößert hatte. Unter der Aegide des damaligen ersten Vorsitzenden Ließmann wurde dann die Hafenanlage seewärts um 10 Liegeplätze erweitert.

Piraten am StegDiese Erweiterung wurde ebenfalls von den Interessenten finanziert. Zu Anfang bestand zwischen den beiden Hafenteilen noch eine Betonbrücke, die später Bernhard Saat (jetzt Haus Eickhoff) auf eigene Kosten entfernen ließ, um auch einen Hafenplatz zu bekommen. Etwa 1977 stellte sich erneut Bedarf an Hafenplätzen heraus und man beschloß, auf der vom Land gesehen linken Seite ein weiteres Hafenbecken zu erstellen.Der alte Steg Dieses Hafenbecken war als Slip-Hafen geplant, in dem die damals zahlreichen Piraten hochgehievt werden sollten. Der Pirat der Familie Eisinger wurde noch lange auf Basis der seinerzeitigen Überlegungen hochgehievt gelagert. Der Hafen wurde zunächst in Bongossi-Holz erreichtet, was sich leider nicht bewährte, so daß später ebenfalls Spundwände aus Eisen eingebaut wurden.

Pirat im WäteringEin paar Jahre hatten wir auch einen eigenen Kran, mit dem von Hand die Schiffe zu Wasser gelassen werden konnten. Der Kran stand da, wo heute der Windmesser ist. Es war eine Knochenarbeit diesen Kran von Hand zu bedienen. Deswegen wurde er auch nur selten benutzt und als der Kran nicht mehr durch den TÜV gekommen war, entschloß man sich ihn abbrechen zu lassen. Inzwischen gab es ja auch die Slipanlage, die für die meisten Schiffe ausreicht.

Beim StegaufbauViele Jahre gab es einen hölzernen Steg, sehr schwer und auch sehr unhandlich aufzubauen. Hafen im WinterDazu mußten alljährlich zahlreiche Bretter erneuert werden und es bestand immer die Gefahr, sich an Splittern zu verletzten. Früher war es nicht erlaubt, die Stegteile im Winter im Hafen zu lagern. Lagerplatz war somit die Wiese vor Fischers Haus. Bauer Götker half im Herbst und Frühjahr mit Pferd und Wagen beim An- und Abtransport der Stegteile. Ein Photo aus dem Sommer 1972 zeigt, daß es früher Sommer-Hochwasser gab, denen der Steg nicht standhielt.

Die SitzeckeDie Sitzecke befand sich damals am Ende des kurzen Stegabschnittes, Richtung Steinbrecher gelegen. Alles war kleiner und bescheidener als heute. FanenmastAn der Sitzecke stand auch ein hölzerner Fahnenmast mit dem Windmesser, der heute nostalgisch an alte Zeiten erinnert.
Durch intensiven Einsatz des damaligen Stegwartes Dieter Eisinger, konnte Ende der 70er Jahre ein Leichtmetallsteg angeschafft werden, der sich bis heute ausgesprochen gut bewährt hat.

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